maispace 2009



Maispace – Triumph der Neuen Arbeit
Bereits zum zweiten Mal wird in Wien die Kreative Klasse am ersten Mai an einem Ort zusammengebracht. Nach dem im letzten Jahr ein Open Air Vorwand mit einer
Mischung aus hochkarätigem DJ und Vortragsprogramm für ein Zusammenfinden war, wird 2009 das Künstlerhaus am Karlsplatz bespielt.
Triumph der Neuen Arbeit
Thematischer Hintergrund ist die Zurückbesinnung auf die revolutionäre Stimmung zu einer Zeit, als es für eine unterdrückte Arbeiterschaft gemeinsame Bedürfnisse
und Forderungen zu formulieren galt und in Form von Kundgebungen nachhaltig zu präsentieren.
Zum Unterschied zu damals beuten sich Generation von kreativen Menschen scheinbar selbst aus, sehen die Selbstverwirklichung in der individuellen Enftaltung
und bilden mehr oder weniger unbewusst die neue Arbeiterschaft. Übersehen wird hier, dass es gerade in Zeiten von Wirtschaftskrise eine genauso starke Notwendigkeit gibt, gemeinsam aufzutreten, sich zu vernetzen, eben nicht den Kopf in den Sand zu stecken, sondern den widrigen Verhältnissen zu trotzen und dies öffentlich Kund zu tun.
Gestärkt wird dieses Verständnis durch die von der Atzgerei entworfenem Kommunikationsdesign, bei dem Qualität vor Quantität gereiht wird.
Walter Crane’s Triumph der Arbeit wird in einem in den heutigen Kontext transferierten Ikonenbild als stilistisches Mittel herangezogen. Man kann von begehrten Sammelobjekten ausgehen und sollte die Augen hierfür offen halten.
Kreative Klasse
Die Creative Class wird traditionell zwischen neuer Selbständigkeit, Kleinstunternehmertum, Kunsthandwerk, Design, Musik und Mode eingereiht. So unterschiedlich die Tätigkeitsfelder, so unterschiedlich sind oberflächlich betrachtet auch die Bedürfnisse der Teilnehmer. Auch besteht in der Creative Class kein einheitliches Bewusstsein oder klare Analyse der Gemeinsamkeiten und gleich gelagerten ökonomischen wie soziokulturellen Probleme.
Creative Class ist ein Begriff, der aus der amerikanischen Stadtforschung (Richard Florida) kommt, beschreibt das kreative Umfeld in einer Stadt und erklärt warum dieses Potenzial existiert.
Kurz: Nur eine Stadt mit einer blühenden Creative Class wird sich auch in Zukunft weiterentwickeln. Der Begriff der Klasse wird dabei nicht nur marxistisch verstanden, sondern berücksichtigt auch psychografische Merkmale. Der Creative Class Index von Richard Florida wird unter anderem gemessen an den Aktivitäten, Veranstaltungen und Medien in Kunst, Kultur, Musik und der „Schwulen-Bewegung“.
Programm
ABEND, Künstlerhaus, brut wien, Karlsplatz 4, 1010 Wien
ab 20.00 Uhr
Departure Experten Speed-Dating
Contact-Finding SMS
Phillip Quehenberger live
bul bul live
Erobique live
2manydjs (tbc)
Patrick Pulsinger
TAG
12.00 Uhr Tableau Vivant am Rathausplatz
13.00 Uhr DJ-Line Mercato Rosso
links
www.atzgerei.com
www.maispace.at
Philipp Quehenberger
Philipp Quehenberger was born in Innsbruck in 1977, grew up in Tirol, Seattle (US) and Newcastle (GB).
He discoverd his love for electronic music in the „his fathers“ studio and started playing the piano and fooling around with synthesizers. Played in local bands of various styles, ranging from Death-Metal to Rock.
In 1994 he started performing alone, abusing his collection of toy instruments and wearing strange costumes. At the same time, the “Original Devil Duo“ with singer Otto “Horror“ Horrwatt and the first release appeared. After moving to Vienna Philipp Quehenberger kept his head above water with piano lessons, his old-fashioned equipment didn‘t keep him from recording a great album for Cheap Records.
2006 by Georg Gatsas
Carsten Meyer / Erobique / International Pony
Carsten Meyer aka EROBIQUE aus Saerbeck/Westfalen im schönen Münsterland spielte schon als 10-Jähriger am Klavier Beatles- und Disco-Hits nach. In Münster orgelte er sich durch die Ska- und Soulbands und merkte sofort, dass die leichten Midi-Keyboards seine Sache nicht sind. Er machte seinen Abschluss an der alten Schule mit all ihren schweren Orgeln und E-Pianos und widmete sich dann der zeitgenössischen Nachtunterhaltung. Kaufte sich einen Sequencer und brachte seine alten Keyboards und die jungen Mädchen gleichermaßen zum Tanzen. 1998 luden ihn die Spinner von Fischmob ein, sie auf ihrer großen Tournee zu begleiten. Während dieser Tour wurde in einem Berliner Hotelzimmer mit den Fischmob-Mitgliedern COSMIC DJ und DJ KOZE der Grundstein der Band INTERNATIONAL PONY gelegt. Wieder zuhause in Westfalen schmiss unser junger Tausendsassa erst einmal seine Banklehre und den von ihm geleiteten Volkshochschul-Zeichenkurs und zog dann schon bald in die damalige Blumenzüchter-Hauptstadt Deutschlands Hamburg. Hier konnte er nicht nur mit seinen beiden Mitstreitern in Ruhe am Internationalen Pony feilen, sondern traf auch jede Menge Kollaborateure für die unterschiedlichsten Live-Projekte. So spielte er im Lauf der nächsten Jahre mit Hamburger Urgesteinen wie Rocko Schamoni, Schorsch Kamerun, Jacques Palminger, Ego Express, Thies Mynther… fällt Euch noch jemand ein? Carsten hat schon mit ihm musiziert! Remixe wurden gemacht, u.a. für Mina, Hans Nieswandt, Tocotronic und den Mojo Club. Das Schauspielhaus Zürich rief ihn, um seine musikalischen Fähigkeiten in den Dienst des Musicals „Der digitale Wikinger“ von Schorsch Kamerun zu stellen. Erobiques Album „Erosound“ (Deck 8/Zomba) fand auch im Ausland Anerkennung –es wurde von Acid Jazz in England veröffentlicht, japanische Popsternchen forderten Remixe an, New Yorker DJ-Legenden wie Roger Sanchez spielten seine Maxis und er wurde eingeladen auf dem legendären Jazzfestival in Montreux aufzutreten.
Mittlerweile ist Erobique ein Garant für wilde Discoparties auf denen nicht nur getanzt, sondern gerne auch gelacht und geschwelgt werden darf. Im August 2002 erschien endlich das langerwartete Album „We love music“ (Columbia) von INTERNATIONAL PONY, mit denen er auch live Europas Clubs beglückt. Doch möchte er sich nicht den Spaß nehmen lassen, weiterhin mit einem Fender Rhodes und einer Rhythmusbox voller betörender Discoloops die heißen Parties der Republiken zu boogiefetzen. Denn -das sollte man nicht vergessen- wenn Carsten glücklich beseelt hinter seinen Kisten tanzt, dann ist das für ihn wie Beten in einer bunten Kirche voll mit ausrastenden jungen Menschen.
Bul Bul
Bulbuls (Pycnonotidae) are a family of medium-sized passerine songbirds resident in Africa and tropical Asia. There are about 130 species.
These are mostly frugivorous birds. Some are colorful with yellow, red or orange vents, cheeks, throat or supercilia, but most are drab, with uniform olive brown to black plumage. Some have very distinct crests.
Many of these species inhabit tree tops, while some are restricted to the undergrowth.
It started as a one-man band in wels, upper-austria, when Raumschiff Engelmayr, outfitted with guitar, drumcomputer and vacuum cleaner released a CD (TROST – TR 065, 1998) with a 600g handmade steelcover and began playing concerts disguised as space-indian.
The next step was a rock formation (already with derhunt on bass) accompanied by two fine jazz reeds. After recording the “blue” album (TR 075, 1999) for trost records, Raumschiff and derhunt started searching for a new drummer. Eventually they found ddkern (fuckhead, quehenberger & kern, ….) who has been rocking the drumkit since then.
As a trio they recorded a new longplayer (TR 085, 2002) and started to tour europe disguised as chickens, ladies or sunflowers. Due to many live cooperations with leonid soybelman (ne zhdali, kletka red), kknull (zeni geva), dieb13, franz hautzinger a.o. from the jazz/noise scene, the electroexperimental label mego caught some attention and did the “12″ maxi „drabule“ (mego 66, 2004).
In between releases on tape, cdr, and even on double 5″ vinyl with live/self recorded stuff came out on labels such as rock is hell, imvated, rasputin records hurenschädl and nawoatna.
Now in 2008, bulbul have arrived where they truly belong after marching into the EXILE ON MAINSTREAM offices and threatening the employees, they departed with a finished CD, called “bulbul 6″ which was produced by patrick pulsinger and recorded by ollmann.
foto: dent
Patrick Pulsinger
Born in east-germany in 1970.
Came to austria in 1980 and moved to vienna in 1988.
Studied electronics and became a hairdresser shorty after.
Starts to collect vintage musical junk and sythesizers.
First release together with erdem tunakan and constantin peyfuss as b.Low on Abuse Industries, vienna`s first independent recordlabel.
When the first wave of new electronic music called techno hits germany and austria in 91/92, he spends a year of djing and recording in new york together with helmut wolfgruber as duo 3M.
Residencies at limelight, shelter, safe the robots, and work for the labels Vortex, tommy boy and others.
In 1993 he returned to vienna and became Co-founder of Cheap Records together with erdem tunakan.
In the following 10 years he was responsible for the production and co-production of projects like:
Oebles, love the machines, sluts`n`strings&909, iO, restaurant tracks, lazer musik, showroom recordings, louie austen, and others.
Touring with various live projects and international dj-gigs besides work in the studio took up most of the time.
That was also the beginning of a serious attraction to vintage recording and production skills.
After more that 10 years with cheap records the focus was drawn more and more to recording and production of the music and he left the label as an active member in 2003.
He runs the feedback studio in vienna, where he records and produces his own projects as well as other bands and runs a mastering suite.
Remix clients:
David holmes, petshop boys, lamb, denki groove, antipop consortium, grace jones, cornershop, DJ hell and many more
Sideprojects on labels like:
Disko B, Mo`wax, M-plant, K7, form and funktion, Kitty-yo, Gigolo and others
Other sideprojects where/are:
Monthly radioprogramm on FM4
Swanlake remixed fot the vienna volksoper
Easy to assemble, hard to take apart.
Church of carbon with gerhard potuznik
Dp-s together with werner dafeldecker – improvised analog acoustics/electronics
Sound-installations together with painter and sculptor tobias pils .
Die Wand- Landesmuseum Linz 2004, Die Leiter- Skulpturenpark Graz 2005,
Film scores for some movie productions like:
Tempo,höhenangst, zur lage der nation, nacktschnecken, blackout journey and other short and animation films